The Chet Baker Story - von und mit Marcus A. Woelfle - Eine Konzertlesung mit Musik von Marshall/Jung/Ochsenbauer

Ist 58 ein biblisches Alter? Als der Trompeter Chet Baker 1988 tot auf einer Straße in Amsterdam gefunden wurde, war die Klage groß über den mörderischen Weg, der den James Dean des Jazz in eine Squaw mit künstlichem Gebiss verwandelt hatte. Die Geschichte lässt sich aber auch anders erzählen: von einem Trompeter, der in seinen letzten zehn Jahren zu einem dunklen Ton voll überirdischer Schönheit fand. Im Gegensatz zu Louis Armstrong oder Miles Davis gelangte Chet Baker im Alter – je mehr er physisch zerfiel – zu einer "architektonischen Vollkommenheit seiner Melodielinien, die so zerbrechlichen Naturwundern wie Schneekristallen ähnelten". (…) DIE ZEIT 

Der Autor und Leser Marcus Woelfle

Marcus A. Woelfle, geboren 1964, Musiker und Fachautor, schreibt seit 1986 über Jazz, vollendete aber erst 1991 sein Studium der Italianistik und Germanistik in München, bevor er sich ganz der Musik und dem Kulturjournalismus verschrieb. Seit 1991 ist er als Hörfunkautor und Rundfunkmoderator tätig, zunächst bei Privatsendern wie der Jazz Welle Plus und Lora München. Für den Bayerischen Rundfunk gestaltet er seit 1997 unter anderem "All That Jazz" und die "radioJazznacht". Als Jazzviolinist und Komponist mit eigenen Gruppen, freier Mitarbeiter zahlreicher Fachzeitschriften und Plattenfirmen ist der Autor von Buchbeiträgen, Hörbüchern, Liner Notes, CD-Kompilationen und einem Jazzlexikon vor allem als Jazzexperte bekannt, doch er widmet sich auch intensiv klassischer und traditioneller ethnischer Musik. Woelfle lebt mit seiner Familie in München und der Toskana. Woelfle ist seit 2007 Juror beim "Preis der Deutschen Schallplattenkritik".

Die Musik des großartigen Trompeters Chet Baker übt seit jeher eine besondere Faszination aus. Chet Bakers Markenzeichen sind die Klarheit seines Spiels, sein unverkennbar warmer, lyrischer Ton und sein unbestrittenes Gespür für die Melodie. Die Besetzung seiner Wahl war oft ein schlagzeugloses Trio mit Trompete, Gitarre und Kontrabass.
John Marshall, Alex Jung und Johannes Ochsenbauer präsentieren in ebendieser kammermusikalischen Trio-Besetzung ihre ganz eigenen Gedanken zu Chet Baker. Der amerikanische Trompeter John Marshall gilt als einer der eigenständigsten, authentischsten und geschmackvollsten Musiker seines Genres weltweit.

Marshall/Jung/Ochsenbauer präsentieren zur Lesung der Chet Baker Story Musik ihrer aktuellen Cd "Night Bird - Thoughts on Chet Baker"

John Marshall, Trompete/Flügelhorn (geb. 1952 in New York) spielte mit vielen Größen des Jazz. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre machte er Plattenaufnahmen und ging auf Tourneen mit den Bands von Gerry Mulligan, Buddy Rich, Lionel Hampton und Mel Lewis. Er spielte viele Jahre bei den legendären Monday Nights at the Village Vanguard Konzerten in NY mit Mel Lewis. Ende der 80er formierte Marshall das Jazzquintett "The Bopera House". 1988 ging er mit Dizzy Gillespie und seiner Band auf USA-Europa Tournee. 1992 schloss er sich der WDR Big Band an. In den letzten zehn Jahren veröffentlichte er acht Cds unter eigenem Namen. Sein Quintett mit Ferdinand Povel bespielt ganz Europa. In New York ist er regelmäßig im "Small’s" mit Tenorist Grant Stewart u.a. zu hören. 

Alex Jung absolvierte sein Jazzgitarren Studium am Richard-Strauss-Konservatorium in München bei Peter O’Mara. Seit November 2007 ist er Lehrbeauftragter für Jazzgitarre an der Hochschule für Musik und Theater München. Alex Jung war mit der Gruppe "Fourscore" Landessieger beim Wettbewerb "Jugend Jazzt" 2006 und ist Fördermitglied des Vereins "live music now" München. Er veröffentlichte bisher 3 Alben unter eigenem Namen mit Kompositionen aus eigener Feder. Laut dem Fachmagazin "Jazzpodium" gehört er zu den besonders hell leuchtenden Sternen der jungen deutschen Jazzgitarristen-Generation. 

Johannes Ochsenbauer studierte Jazzkontrabass bei Paulo Cardoso und klassischen Kontrabass bei Cajus Oana an der Musikhochschule und am Richard Strauss Konservatorium in München. Er nahm Unterricht/Masterclasses u. a. bei Ron Carter und Charlie Haden. Mit verschiedenen Ensembles konzertiert er im In- und Ausland (z.B. mit Leszek Zadlo, Harry Sokal, Johannes Enders, Tony Lakatos, Claus Reichstaller) und wird regelmäßig für CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen engagiert.
Chuck Israels: “I’m so impressed by your beautiful sound and your perfect pitch and technic! That’s great bassplaying!”
Ron McClure: “You are my kind of bass player!!! ...You have a strong time and you play with a strong sense of melody!...”

Die Presse zum neuen Album:

"Eine solche Besetzung kann durchaus weniger  ins Ohr als ins Auge gehen. Doch mit der großen, heute rar gewordenen kammermusikalischen Sensibilität, wie man sie aus den klassischen schlagzeuglosen Jazztrios etwa von Jimmy Guiffre kennt, begeben sich der US-Trompeter und Flügelhornist John Marshall und seine deutschen Kollegen Alex Jung an der Gitarre, Johannes Ochsenbauer am Bass und als Gast in zwei Stücken der Saxophonist Stephan Holstein mit viel Respekt und großer Empathie auf die Spuren des legendären Trompeten-Lyrikers Chet Baker. Sie tun das auf Augen- und Ohrenhöhe, in neun Standards aus der Mitte des Mainstream Jazz, wo der Jazz wirklich am schönsten und elegantesten und vor allem wirklich noch Jazz ist."  Alexander Schmitz

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Angelika Merkle

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